Gefroren, gefriergetrocknet, knusprig und weich bzw. soft stehen für Texturwelten, die sich verstärkt bei Süßwaren und in Snack-Produkten etablieren. So begeistern gefriergetrocknete rote Früchte wie Erd- oder Himbeeren in Schokolade immer mehr Genuss-Fans. Gefriergetrocknete Früchte zeichnen sich durch ein luftiges, leichtes und eher sanftes Crunch-Erlebnis aus, während die Hülle aus Schokolade beim Reinbeißen für einen hörbaren Knack sorgt. So entstehen neben dem typischen und erwarteten Geschmack der beiden Hauptzutaten Früchte und Schokolade sowohl ein hörbares (ein auditives) wie auch ein vielschichtiges sensorisches Mundgefühl beim Genuss. Dazu kommen intensive Aromen, denn gefriergetrocknete Früchte bewahren die natürlichen, wunderbar duftenden Aromen. So entstehen multi-sensorische Produkte bzw. solche mit sogenannter komplexer Sensorik. Sie aktivieren gleich mehrere Sinne auf einmal und erzeugen auf diese Weise ein von vielen als stärker und nachhaltiger erlebtes Genuss- und Snackerlebnis, und zwar von der Optik der Produkte über den Duft bis zum ersten Biss bzw. beim Kauen.
Texturkontraste: Produkte mit komplexen Texturen immer gefragter
Neben schokolierten gefriergetrockneten Früchten bereichern auch „freeze-dried“ Marshmallows, Joghurt-Crisps, saure Fruchtgummis oder knusprige Eiscreme-Sandwiches mit gefriergetrockneten Stückchen (Sprinkles) den süßen Snack-Trend. Es entstehen neue Assoziationen und Beschreibungen für Texturkontraste. Die sensorische Wahrnehmung ist eben nicht mehr nur knusprig oder weich bzw. soft. Die fein aufeinander abgestimmten Produkttexturen werden zum Beispiel als luftig oder leicht, als crisp oder mürbe oder als splitternd oder flockig und als elastisch oder „chewy“ (zäh) eingeordnet.

Multisensorische Feuerwerke: klassische Süßwaren in neue Genusserlebnisse verwandelt
Bei Speiseeisprodukten, aber auch bei Desserts stehen multisensorische Texturen hoch im Kurs, gern auch in sogenannten „Single Bites“ kondensiert, also in Produkten in Form von kleinen Happen, Konfekt oder petit-fours- bzw. pralinenartigen Optionen. Neben dominant cremig und fein schmelzenden Texturen sind auch crunchige und moussige gefragt. Auch crispy Varianten erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Etwas gröber wird es für alle, die chunky Texturen bevorzugen, wenn also nur grob gehackte Nüsse, Pistazien oder Schokoladenstücke entweder die fest-moussige Eiscreme durchsetzen oder Teil des knackigen Schokoladenmantels sind. Auch das ist ein wachsender Trend. Das führt zu Rezepturen und Produkten, die in der Lage sind, kleine sensorische Feuerwerke mit unterschiedlichen Texturen zu vereinen und für den Alltagsgenuss geradezu zu inszenieren. Auch in Single-Bite-Lösungen übrigens, also kleinformatigen Portionen, die mit einem Biss verspeist werden können. Aus Asien setzt sich passenderweise vermehrt der Mochi-Eis-Trend durch. Denn Mochis ermöglichen die perfekte Kombination aus einem elastisch-soften Teig außen und einem cremig-schmelzenden kalten Eiscreme-Kern. Sie können z. B. mit gefriergetrockneten intensiv-aromatischen Früchten ergänzt oder mit knusprig-süßen Waffelstücken und groben dunklen Schokoladen-Sprengseln erlebnisreich aufgewertet werden.
Eines der Zauberworte für Füllungen aller Art heißt „Überraschung“. Folglich sind in Tafelschokoladen, Riegeln und auch in Pralinen mehrlagige Füllungen oder außergewöhnliche multisensorische Einsprengsel erwünscht. Dazu sind Premium-Zutaten gefragt wie Edelnüsse, Mixturen exotischer Gewürze, feine Cremes aus anderen Kulturen und gern auch besondere Kakaoaromen, zum Beispiel durch die Verwendung von Edelkakaosorten oder durch spezielle Nach-Ernte-Verfahren (etwa durch besondere Fermentierung), die dem Kakao beispielsweise ein florales, fast rosenhaftes Aroma verleihen können.
Überraschung dank Mash-up: reiche Texturkontraste und neue Produkt-Paarungen
Den Mash-up kennen viele vor allem aus dem Musikgeschäft: wenn also etwa zwei oder drei Songs zu einem neuen gemixt werden. Mash-ups sind aber inzwischen auch Teil des andauernden Snacktrends. Dass feine Backwaren und beliebte Schokoladenprodukte miteinander gepaart werden, ist eine bereits seit langem etablierte Kombination. Jetzt aber werden Schokolade, Zuckerwaren, Kekse und Eiscreme sowie gefrorener Joghurt zu neuen Cross-over-Kreationen kombiniert. Mash-ups eben, die etablierte Produkte und Marken zu einem neuen geschmacklichen, multisensorischen Feuerwerk der Texturen und Aromen vereinen.
Für alle, die zuhause gern solche Trends in der eigenen Küche ausprobieren möchten, haben wir ein spannendes Sommerrezept kreiert: Frozen-Yoghurt-Barks mit Fruchtgummi & Keks-Crunch. Zum Rezept geht es hier.
Gefrorene Candy-Pops, gefriergetrocknete Frucht- und Süßwarenstücke, knusprig-knackige Coatings und softe elastische bis „chewy“ Texturen zeigen: Genussmomente entstehen auch durch das Entdecken neuer Texturkombinationen. Ob gefroren, luftig-leicht, crispy, chunky oder weich. Textur wird zur Bühne für neue süße Kreationen und Produkte. Wir wünschen viel Spaß beim Ausprobieren und Genießen.
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