Genuss ist eine natürliche Reaktion des Menschen. Wenn uns etwas gefällt oder schmeckt, wir einfach Freude daran haben, genießen wir es instinktiv. Genuss ist elementarer Bestandteil der Selbstfürsorge und trägt zur seelischen Balance bei – denn ein sinnliches Leben ist Teil eines sinnvollen Lebens.
Titelfoto: © Afshar Tetyana/stock.adobe.com
Im Alltag hetzen wir von Termin zu Termin, funktionieren auf Autopilot – und merken kaum, wie wenig Zeit und Raum für Genuss bleibt. Genau hier setzen unsere Genussübungen an: kleine, bewusst gestaltete Momente, die alle Sinne aktivieren und Körper sowie Geist entschleunigen. Sie fördern Achtsamkeit, stärken das Wohlbefinden und schenken Energie für das, was wirklich zählt. Die digitale Genuss-Box macht es leicht, solche Übungen in den Alltag zu integrieren – ob zu Hause, im Büro oder unterwegs. Sie enthält praktische Anleitungen, kreative Impulse und kleine Experimente, mit denen Genuss wieder spürbar wird. So wird aus Routine allmählich Lebensfreude – ganz ohne großen Aufwand.
Drei Säulen mit Genussübungen
Gemeinsam mit dem Netzwerk DR. AMBROSIUS, in dem sich hunderte Ernährungswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, Lifestyle-Coaches und Co. engagieren, haben wir die BDSI Genuss-Box für maßvolles Genießen mit Übungen, Tipps und Anregungen konzipiert. Die neue Box mit derzeit 30 Ess-, Entspannungs- und „aktiven“ Genüssen ist hier auf unserer Webseite unter „Übungen“ zu finden. Mit dem neuen Material laden wir ausdrücklich zum Entdecken und Ausprobieren von genussförderlichen Ideen ein. Dr. Christina Steinbach, Ernährungsexpertin im Netzwerk und leitende Autorin der neuen BDSI Genuss-Box, betont, dass das neue Material auf Praxistauglichkeit abgeklopft worden ist und einfach und schnell in den Alltag integrierbar sei. „Viele Übungen und Anregungen lassen sich ohne Aufwand und Hilfsmittel zuhause, im Büro, unterwegs im Auto, in der Bahn oder im Pausenraum im Betrieb umsetzen. Das gilt insbesondere für die aktiven und Entspannungsgenüsse, aber auch bei den Essgenüssen laden wir ein, ohne Hürden eher schnell ins Handeln zu kommen.“
Die bewusste genussvolle Zubereitung von Speisen
Der Gebrauch eines Mörsers in der Küche etwa zeigt uns, dass nicht jede Küchentätigkeit durch Technologie ersetzt werden sollte. Das manuelle Zerkleinern von Zutaten kann eine meditative Qualität haben, die uns nicht nur hilft, Stress abzubauen. Es schafft auch, eine tiefere Wertschätzung für die Zutaten selbst und den Prozess ihrer Verwandlung zu entwickeln. Durch die bewusste Handhabung des Mörsers und Stößels öffnen wir uns für ein intensiveres sensorisches Erlebnis – wir riechen die Freisetzung der Aromen, fühlen die Texturen und nehmen die Veränderungen in der Farbe und Konsistenz der Zutaten wahr.
Wir laden auch zum Experimentieren mit Food Pairing ein. Es eröffnet eine Welt von Geschmacksmöglichkeiten. Traut euch, kühn zu sein und die Grenzen des traditionellen Geschmacks zu überschreiten. Die Kombination von dunklem Balsamico-Essig und Vanilleeis dient als wunderbares Beispiel dafür, wie die Balance zwischen Süße und Säure eine Speise in ein außergewöhnliches Geschmackserlebnis verwandeln kann.
Bewusster Schokoladengenuss für mehr Entspannung
Die klassische Übung für bewussten Schokoladengenuss haben wir in ein modernes Schokoladen-Yoga übersetzt. Die Idee hinter Schokoladen-Yoga basiert auf einer wachsenden Zahl von Studien, die vor allem die Vorteile der Achtsamkeitspraxis untersuchen. Forschungsergebnisse zeigen, dass Yoga Stress reduzieren, die mentale Klarheit fördern und das allgemeine Wohlbefinden verbessern kann. Unser Schokoladen-Yoga zielt darauf ab, eine umfassende Sinneserfahrung zu schaffen, die nicht nur den Körper entspannt, sondern auch die Stimmung hebt und Genuss in den Vordergrund stellt. Eine gute Option für mehr Wohlbefinden im Alltag.
Life-Kinetik für aktives Genusserleben
Körperliche Aktivität, Alltagsbewegung, Sport und Co. werden von vielen als DIE Maßnahmen für „aktiven Genuss“ verstanden. Es muss aber nicht immer die körperliche Aktivität im Vordergrund stehen, sondern auch Kombinationen von kognitiven und physischen Tätigkeiten können uns aktives Genusserleben bereiten.
In einer zunehmend digitalisierten Welt, in der geistige Herausforderungen vor allem am Bildschirm stattfinden, wächst das Bedürfnis nach Methoden, die nicht nur den Geist, sondern auch den Körper anregen. Eine solche revolutionäre Methode ist Life-Kinetik. Das ist eine Trainingsform, die kognitive und physische Übungen kombiniert, um die Leistungsfähigkeit des Gehirns zu steigern. Das Konzept zielt darauf ab, die neuronale Vernetzung zu fördern und das Reaktionsvermögen, die Kreativität und die Konzentrationsfähigkeit zu verbessern. Wer mehr darüber erfahren möchte, schaut hier nach und steigt in unsere Übungen für aktives Gehirnjogging ein.
Die Magie des Knetens entdecken
Eine andere Form agiler Aktivität ist das Kneten. Seit Tausenden von Jahren nutzen Menschen die Kraft des Knetens, um Nahrung zuzubereiten, Kunstwerke zu schaffen und sogar therapeutische Ziele zu erreichen. In alten Kulturen war das Kneten von Teig nicht nur eine Notwendigkeit für die Zubereitung von Brot, sondern auch ein ritueller Akt, der Gemeinschaft und Traditionen stärkte. Ebenso haben Tonkünstler seit der Antike durch das Kneten von Ton eindrucksvolle Skulpturen und Töpferwaren geschaffen. Diese Praxis ist in vielen Kulturen tief verwurzelt und hat eine beständige Bedeutung bis in die heutige Zeit. Auch wir entfalten mit euch die Magie des Knetens – und zwar alltagstauglich, egal wo ihr euch aufhaltet.
Probiert gleich die digitale Genuss-Box aus und erlebt, wie gut bewusster Genuss tut!
FAQ – Genussübungen im Alltag
Wie oft sollte ich Genussübungen machen?
Schon wenige Minuten täglich reichen. Regelmäßigkeit ist wichtiger als Dauer – lieber sich jeden Tag kurz (wenige Minuten!) bewusst in den Genuss versenken als einmal pro Woche verkrampft „abschalten“. Wer Genuss eher meditativ erleben möchte und dafür die nötige Zeit und schon praktische Erfahrung aufbringt, kann sich ruhig im Rahmen einer Routine 30 bis 45 Minuten Zeit nehmen.
Was, wenn ich nichts spüre?
Genuss willl gelernt sein. Es klingt zwar etwas anstrengend, aber keine Sorge: Unsere Empfehlungen, Inspirationen und Anleitungen sind absolut alltagstauglich und also ohne besonderen Aufwand umsetzbar. Wenn du anfangs kaum etwas bemerkst, bleib geduldig. Mit regelmäßiger Übung schärfen sich Wahrnehmung und Sinnesfreude fast von selbst. Zur Verinnerlichung vergegenwärtige dir gern die 7 Regeln für maßvolles Genießen.
Kann man Genuss trainieren?
Ja. Das Gehirn reagiert auf Wiederholung. Wer regelmäßig achtsam isst, riecht, hört, sieht, tastet oder sich bewegt, kann sich rüsten und so mehr Freude und Entspannung erfahren.
Brauche ich Hilfsmittel für die digitale Genuss-Box?
Die Box funktioniert digital über Smartphone oder Computer und enthält alle nötigen Anleitungen, um sofort loszulegen. Natürlich funktioniert das Kochen nicht ohne Zutaten und Küchenbesteck, benötigen wir für die kleine Tanzeinlage besser etwas Musik und ist entstressendes Kneten am besten mit der entsprechende Masse effektiv. Also ja, ein paar Hilfsmittelm werdet ihr je nach Übung schon benötigen. Aber keine Sorge: Wir haben darauf geachtet, dass unsere Übungen mit alltragsgerechten „Helfern“ niedrigschwellig umsetzbar sind.
Wer noch mehr wissen möchte: Ernährungswissenschaftlerin und Genuss-Expertin Dr. Christina Steinbach beantwortet in unserem Experten-Wiki in kurzen Videos zahlreiche Fragen um das Genießenkönnen und warum Sinnesfähigkeit Teil der Selbstfürsorge für mehr Wohlbefinden im Alltag ist bzw. sein sollte.