Herzhaftes Lachen ist gesund und tut. Eine Frau lacht herzlich und reißt die Arme in die Luft.

Herzhaftes Lachen tut gut und ist gesund

Die unvergessene Managementtrainerin und Sachbuchautorin Vera F. Birkenbihl hat im Rahmen eines Vortrags einmal gesagt: „Sie verschwinden wohin, wo Sie keiner sehen kann, mit einer Uhr mit Sekundenzeiger – und dann üben Sie 60 Sekunden lang (zu lächeln). Wenn Sie echt gelacht haben würden, (…) dann würde (im Gesicht) ein Muskel auf einen Nerv drücken. Dann weiß das Gehirn, der Hirnbesitzer lacht und produziert Freudehormone. (…)“ Birkenbihl verwies mit Ihrem Beispiel darauf, dass wir Menschen unser Immunsystem allein durch ein andauerndes Lächeln (auch als regelmäßige Übung zu empfehlen) stärken können, ganz gleich, ob uns gerade zum Lächeln bzw. Lachen ist oder nicht. Der neurophysiologische Zusammenhang ist eindeutig nachgewiesen und so können wir unser eigenes „System“ effektiv austricksen. Sie machte deutlich: Auch in stressigen oder ärgerlichen Situationen können wir – vereinfacht ausgedrückt – in kürzester Zeit negative Energie weglächeln und uns Gutes tun. „Freudehormone fressen Kampfhormone auf“, war einer ihrer Schlüsselsätze.

Vielfältige Effekte

Das bestätigen auch die Gesundheitsexpertinnen und -experten von Krankenkassen: Die heilsame Wirkung des Lachens auf die körperliche und psychische Gesundheit ist wissenschaftlich untersucht und bestätigt, so die Krankenkasse IKK. Und in der Tat kann der Körper echtes und bewusst hervorgerufenes Lachen nicht unterscheiden. Beides entfaltet eine positive Wirkung. Wenn wir lachen, gerät die Atmung als Reflex deutlich tiefer. Die Körperzellen werden mit mehr Sauerstoff (etwa dreimal so viel wie normal) versorgt und unser Herz-Kreislauf-System angeregt. Und: Nach ein paar Lachsalven finden sich im Blut mehr Abwehrstoffe und das Lachen unterstützt notwendige Heilungsprozesse im Körper. Lachen und Lächeln bremsen zudem die Produktion von Stresshormonen, verringern das Schmerzempfinden und schütten das Glückshormon Serotonin aus.

Seit den 1960er Jahren gibt es die Gelotologie. Das kommt von „gelos“ = Lachen und meint die Wissenschaft, die sich mit physiologischen und seelischen Auswirkungen des Lachens beschäftigt. Statistiken zeigen, dass Erwachsene im Durchschnitt nur 15 bis 20 Mal am Tag lachen. Kinder kommen dagegen auf einen Durchschnitt von 400 Lachern täglich. Forschende sind sich einig, dass Erwachsene ihre tägliche Lachdosis daher deutlich erhöhen sollten.

Welttag des herzhaften Lachens

Übrigens: Am 24. Januar ist der Welttag des herzhaften Lachens. Die US-Amerikanerin Elaine Helle hat den Aktionstag im Jahr 2005 ins Leben gerufen. So soll um 13:24 Uhr lokaler Zeit jede Frau und jeder Mann die Arme in die Luft werfen und einmal herzhaft lachen. Somit geht zumindest potenziell ein andauerndes Lachen 24 Stunden um die Welt.

Wenn wir lächeln, lachen und sogar richtig herzhaft losprusten, fühlen wir uns in aller Regel richtig wohl. Und wenn uns am Tag doch etwas oder jemand ärgert, sollten wir vielleicht als Gegenstrategie den Rat von Vera Birkenbihl beherzigen und uns zurückziehen, um für eine Minute einfach bewusst und konsequent zu lächeln. Ansonsten vielleicht einfach die DVD der Lieblings-Filmkomödie einlegen oder streamen und lauthals mitlachen.

Wir können physiologisch nicht von erzwungenem oder echtem Lachen unterscheiden. Beides tut dem Körper gleichermaßen gut. Eine Frau lächelt bewusst mehr als Sekunden ihr Spiegelbild an.

 

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