Snack-Hacking liegt voll im Trend

Snack-Hacking liegt bereits seit einiger Zeit voll im Trend – und das gilt immer noch. Überhaupt erfreut sich bei vielen die Verteilung von Mahlzeiten auf eher kleinere, fast schon snackartige, größter Beliebtheit. Während für viele Menschen hierzulande „Snackification“ also gelebte Praxis ist, fragen sich nicht wenige, was es mit Snack-Hacking auf sich hat und was wohl ein Snack-Hack sein soll.

Ein Snack-Hack und somit auch das Snack-Hacking versuchen, beliebte und bewährte Snack-Praktiken und -Produkte clever „aufzuwerten“ und kleine Mahlzeiten für zwischendurch ausgewogener zu gestalten. Wie das zum Beispiel mit Knabbereien und Dip-Variationen gelingen kann und warum das ein guter Snack-Hack sein kann, zeigen wir euch in unserer digitalen Genuss-Box hier: https://genuss-tut-gut.de/uebungen/snack-hacking-genussvolle-lieblingsknabberei/ Darin regen wir zum wöchentlichen Snack-Check an oder schlagen Snack-Tauschs am Arbeitsplatz vor.

Geschmackliche Vielfalt und Aromen

Beim Snack-Hack geht es aber nicht nur darum, verschiedene Produktgruppen für eine ausgewogenere Zwischenmahlzeit miteinander zu kombinieren. Auch die Verfeinerung mit ungewöhnlichen Zutaten bricht mit weithin Erwartetem und Gängigem. So können eigene Kräutermixes, spannende Gewürzbeigaben oder die wohl dosierte Zugabe etwa von fermentierten Gemüsen (z. B. Sauerkraut) spannende Snacks kreieren.

Das Zerkleinern von Zutaten durch direkte mechanische Einwirkung kann zur Verbesserung des Geschmacks von Speisen beitragen und ermöglicht es, das volle Aroma und die volle Kraft von Gewürzen zu nutzen.

Sensorische Textur und Temperierung

Wir verweisen in unserer Genuss-Box-Übung zum Snack-Hacking auf die Kombination deiner Lieblingsknabberei mit Dips, also eher flüssigen Saucen oder halb- und standfesten Cremes auf Basis von Joghurt, Quark, Frischkäse u. ä. sowie aus Hülsenfrüchten wie Kichererbsen oder Bohnen. Spannend können Dips aber auch in Verbindung mit weiteren Texturelementen sein, wenn sie z. B. nicht nur glatt gerührt, sondern auch körnig sind – etwa, wenn Nüsse oder Saaten hinzugegeben werden. Dips können auch warm sein. Gerade im lateinamerikanischen sind typische Dips zu Nachos und Co. eher warme Saucen oder Cremes.

Eine selbstgemachte leckere Thai Chicken Pizza mit Erdnüssen zaubert tropisches Flair auf den heimischen Tisch ... und ist auch ideal fürs Mitnehmen geeignet.

Foto: © BDSI

Individuelle Bedürfnisse und Kontexte

Beim Snack-Hacking sollten individuelle Bedürfnisse und Möglichkeiten im Alltag nicht zu kurz kommen. Plane ich Zwischenmahlzeiten für den beruflichen Alltag im Büro, in der Produktion oder unterwegs? Geht es um Snacks für einen Ausflug zu Fuß (Wanderung) oder mit dem Fahrrad (größere Tour)? Geht es um den kleinen Hunger vor, während oder nach dem Sport? Kreiere ich Zwischenmahlzeiten für Kinder? Habe ich Kühlmöglichkeiten oder nicht? Worauf habe ich mit Blick auf die nächste Woche Appetit? Äußert der Nachwuchs Lust auf bestimmte Lebensmittel bzw. Bedürfnisse? Mit solchen Fragestellungen in Form von z. B. kleinen Checklisten könnt ihr Abwechslung und Vielfalt in den Snack-Alltag bringen.

Snack Hacks bewusst und mit Ruhe genießen

Last but not least lebt ein erfolgreiches, Spaß bringendes Snack-Hacking davon, dass wir bewusst genießen, uns Zeit nehmen, wirklich eine Pause machen und langsam (achtsam) essen, Aromen wahrnehmen (schon beim Riechen) und möglichst jeden Bissen auskosten und wirklich schmecken. Dann lohnt sich auch die ganze Vorbereitung und Mühe, die wir in den Snack-Hack investiert haben. Die sieben Regeln für maßvollen Genuss können euch eine wertvolle Hilfe sein. Ihr findet sie hier: https://genuss-tut-gut.de/warum-genuss/

Honig-Senf-Sandwich als Fingerfood auf einem Teller serviert

Foto: © BDSI

Snack-Hacking steht für einen tollen Mix aus Genuss, Ausgewogenheit, Kreativität, Bedürfnisorientierung und alltagsfähiger Umsetzbarkeit. Auf unserer Seite findet ihr zahlreiche Snack-Hack-fähige Rezepte. Wenn ihr mögt, schaut hier nach: https://genuss-tut-gut.de/rezepte/

Übrigens: Wusstet ihr, dass Schmecken vor allem Riechen bedeutet? Über unseren völlig unterschätzten Geruchssinn gibt es neue wissenschaftliche Erkenntnisse. Bei Interesse könnt ihr diese hier nachlesen: https://journal.bdsi.de/ernaehrunglebensstil/details/dem-geruchssinn-auf-der-spur-957

Personen, die ihre Mahlzeiten langsamer zu sich nehmen, weisen signifikant höhere Konzentrationen des Sättigungshormons GLP-1 auf verglichen mit Personen, die schnell essen.

Wir wünschen euch ganz viel Spaß beim Entdecken, Kreieren und Ausprobieren euerer individuellen Snack-Hacks.

Titelfoto: © BDSI

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